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Mentale Modelle

Wir alle haben Vorstellungen davon im Kopf, wie sich Personen ebenso wie Maschinen und Naturphänomene um uns herum verhalten. Dies erlaubt uns, Geschehnisse vorauszusehen. Man weiss im Voraus, dass ein Bleistift zu Boden fällt, wenn man ihn loslässt.

Ergibt sich in einer bestimmten Situation eine Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität, weckt dies Gefühle wie Unbehagen, Verwirrung oder Frustration, bis hin zu Wut.

Bezug zur Usability

Das Verhalten von Computersystemen sollte also im Einklang sein mit den mentalen Modellen der Benutzer. Das ist letztlich, was Usability anstrebt.

Diese Übereinstimmung von mentalen Modellen und Systemverhalten kann grundsätzlich durch Anpassungen in beide Richtungen erfolgen:
der Computer verhält sich, wie es der Benutzer erwartet. Oder der Benutzer durchläuft einen Lernprozess, .d.h. er passt sein mentales Modell dem System an.

Beides geschieht laufend. Beides hat gute und weniger gute Seiten.

Beispiel: E-Mail

Obwohl nicht physisch greifbar, muss man zunächst begreifen, was eine E-Mail ist. (Können Sie sich erinnern, was Sie sich unter E-Mail vorstellten, bevor Sie selbst die erst verschickten?) Erst nach diesem Schritt des Begreifens wird die Technologie zur täglichen Selbstverständlichkeit, wie sie es für viele geworden ist.

Wäre andererseits die technologische Entwicklung bei den kryptischen Unix-Kommandos der Anfangszeit stehen geblieben, würden wohl nach wie vor nur Computerfreaks dieses Kommunikationsmittel verwenden.

 Veranschaulichung von Mentalen Modellen
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